2012-02-24 Pressegespräch Schule500

CDU-Stadtverband und CDU-Fraktion betrachten Bildung als einen zentralen Standortfaktor für die Stadt Balve. Sowohl Real- als auch Hauptschule haben in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet und sich über die Stadtgrenzen hinaus einen sehr guten Ruf erarbeitet. Beide Schulen kooperieren seit Jahren eng mit der heimischen Wirtschaft, die das Ausbildungsniveau der Schulen ausdrücklich lobt und regelmäßig qualifizierte Fachkräfte aus den Abschlussklassen rekrutiert.

Gleichzeitig stellen wir eine hohe emotionale Bindung an die Schulen seitens der Schülerinnen und Schüler fest; Eltern finden ihre Kinder in beiden Schulformen vor Ort gut aufgehoben und betreut.

Vor diesem Hintergrund hat sich der CDU-Arbeitskreis Schule in den vergangenen Monaten intensiv mit der möglichen zukunftsorientierten Ausgestaltung des Schulzentrums befasst; in zahlreichen Sitzungen wurden unter enger Einbindung beider Schulleiter Informationen zusammengetragen und ausgewertet; Unterstützung erhielt die CDU dabei sowohl von Fachleuten aus der eigenen Partei (u.a. MdL Klaus Kaiser als stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und ausgewiesener Schulexperte) als auch von Referenten der TU Dortmund und der Bezirksregierung Arnsberg.

Die Notwendigkeit, über eine veränderte Struktur des Balver Schulzentrums nachzudenken, ergibt sich insbesondere aufgrund des demografischen Wandels mit bereits aktuell und zukünftig verstärkt deutlich sinkenden Schülerzahlen. Dabei ergibt sich insbesondere für die Hauptschule ein gesellschaftliches Problem: In der öffentlichen Diskussion vielfach zur "Restschule" abgestempelt, spürt sie vor allem den radikalen Wandel im Wahlverhalten der Eltern. Die sich daraus ergebenden deutlich sinkenden Anmeldezahlen und eine Hauptschule, die nur noch einzügig geführt werden kann, führen zu einem sukzessive eingeschränkten Kursangebot. Eine eingeschränkte Differenzierung aber bedeutet auch Qualitätsverlust; so dass die guten Standards aus der Vergangenheit immer schwerer aufrechtzuerhalten sind.

Die CDU möchte, dass die Qualitäten beider weiterführenden Schulen im Schulzentrum erhalten bleiben; wir haben dabei Verantwortung für alle Kinder in Balve und unterstützen eine Schulform, die gezielt Entwicklungsmöglichkeiten für alle Kinder unserer Stadt und auch der umliegenden Gemeinden anbietet.

In der kooperativen Organisationsform der Sekundarschule finden sich die Stärken und Qualitäten beider bisherigen Schulformen am ehesten wieder; unter dem Dach des Schulzentrums bündeln wir ein Höchstmaß an Bildungsqualität:

  • gemeinsame Orientierungsphase in Klasse 5 und 6 (bisher nur bis Klasse 4)
  • in Klasse 5 und 6 sowohl gemeinsamer als auch differenzierender Unterricht nach Neigungen und individuellem Entwicklungsstand
  • individuelle Förderung bereits in der Orientierungsphase mit bewährten und bekannten Instrumenten (Lern-GmbH, Lern-Studio)
  • in der Klasse 6 zweite Fremdsprache als Wahlfach angeboten
  • Klassenfrequenzrichtwert 25
  • erst ab Klasse 7 Klassenbildung auf zwei Anforderungsebenen
  • in der Grundebene Ausrichtung nach Hauptschul- und Realschulstandard (7-10)
  • in der Erweiterungsebene Ausrichtung nach Realschul- und gymnasialen Standard (7-10)
  • damit konsequente Sicherstellung der bewährten Standards der Realschule Balve auch in der neuen Schulform
  • individuelle Förderung auch in der Grundebene, um Leistungspotenziale zu heben
  • alle in den bisherigen Schulformen erreichbaren Abschlüsse werden auch in der neuen Schulform möglich sein
  • konsequente Vorbereitung auf eine qualifizierte Berufsausbildung und/oder Besuch einer weiterführenden Schule (Gymnasium, Berufskolleg)
  • durch individuelle Förderung auch Wechsel von Grund- in Erweiterungsstufe möglich
  • Kooperation mit Gymnasien und ausdrücklich mit Berufskollegs in Nachbarstädten, womit auch eine wesentliche Forderung heimischer Unternehmen und Ausbildungsbetriebe erfüllt wird.

Die CDU möchte innerhalb des in den nächsten Monaten anstehenden Entwicklungs- und Umsetzungsprozesses die Schulleitungen, Lehrerkollegien und Eltern so intensiv wie möglich einbinden; das vorzubereitende Konzept lebt von der Mitarbeit und dem Engagement aller beteiligten Gremien. Nur auf dieser Grundlage kann ein tragfähiges schulpädagogisches Konzept entwickelt werden; insbesondere beide Lehrerkollegien sind eingeladen, an der Realisierung dieses Konzeptes mitzuwirken. Wir sind daher für jede Anregung dankbar.

Die CDU plant gleichzeitig umfassende Informationsveranstaltungen für alle Beteiligten auch mit Unterstützung externer Fachleute und Referenten.

Über einen möglichen Ganztagsbetrieb wird ebenfalls unter Beteiligung der Lehrerkollegien und Eltern entschieden; dieser kann vor Ort individuell ausgestaltet werden.

Die bisher schon bestehende Vernetzung mit der heimischen Wirtschaft soll in der neuen Schulform weiter systematisch ausgebaut werden, auch mit dem Ziel, möglichst vielen Jugendlichen vor Ort einen geeigneten Ausbildungs- und auch Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Auch die heimischen Unternehmen haben in der Zukunft einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften.


Am vergangenen Donnerstag hat unser CDU Stadtverband zur einer weiteren Veranstaltung der Reihe "CDU vor Ort" eingeladen und die Kläranlage des Ruhrverbands besichtigt. 14 Millionen D-Mark wurden in die im Jahre 1999 errichtete Anlage in Balve investiert. Damit hat der Ruhrverband nicht nur Kapazitäten für rund 17.500 Einwohner geschaffen, sondern auch einen Lückenschluss im wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzept des Hönnetals erreicht.

Begonnen mit dem Abwasserhebewerk, über den Rechen bis hin zum Belebungsbecken, ist die Kläranlage in Balve auf ihrer 4,0 Hektar großen Fläche grundsolide aufgestellt. Es ist eine Anlage mittlerer Größe des Ruhrverbands, der rund 100 Kläranlagen entlang der Ruhr betreibt. Die Anlage verfügt über alle Möglichkeiten, die nach heutigen Standards verlangt werden, betont Dr. Klaus Kruse, der die Besuchergruppe durch die einzelnen Stationen der Wasseraufbereitungsanlage führte. Ein hoher Qualitätsstandard ist auch vor dem Hintergrund unangekündigter Kontrollen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUF) erforderlich, die zwölfmal jährlich erfolgen. "Wir machen das Wasser hier wieder schön", so Schüttler als Betreuer der Kläranlage in Balve und Binolen. 

 Wir freuen uns, das so viele interessierte Bürgerinnen und Bürger unserer Einladung gefolgt sind.

Nach nochmaliger Diskussion und neu gewonnener Erkenntnisse stimmt die CDU-Fraktion der zusätzlichen Aufwandsentschädigung für die Ausschussvorsitzenden der Ausschüsse („Schule, Kultur, Soziales, Sport“, „Betriebsausschuss“, „Umwelt, Planung, Bau“) zu. Diese Zustimmung basiert ausschließlich auf der rechtlichen Unsicherheit in dieser Frage. Da die von der Landesregierung vorgegebene Anpassung aber nach Meinung der CDU-Fraktion in Balve in keinem Verhältnis zu dem tatsächlichen Aufwand eines Ausschussvorsitzenden steht, werden die beiden Ausschussvorsitzenden Jörg Roland und Johannes Schulte das zusätzliche Geld für Ausschussvorsitzende an Vereine im Stadtgebiet spenden. 

 1kDie Sitzung des SKSS-Ausschusses (Schule, Kultur, Soziales und Sport) fand am vergangenen Mittwoch auf Initiative des Ausschussvorsitzenden Johannes Schulte in der Städt. Bücherei Balve statt.

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