Müller Tobias300

Es ist verständlich, dass zur Zeit die Nerven aller Balver Bürger blank liegen. Der offensichtlich bevorstehende Verlust des Balver Krankenhauses trifft uns alle mitten ins Mark.

Es werden Ängste frei, denn letztlich bietet das Balver Krankenhaus ein hohes Maß an Sicherheit und ist ein außerordentlich wichtiger Standortfaktor für unsere Stadt.

Daher ist es auch nachvollziehbar, dass aus dieser Angst Wut und Verärgerung erwachsen. Nicht mehr nachvollziehbar ist aber, wenn man sich nun auf die Suche nach einem Sündenbock macht, an dem man seine Wut und seine Verärgerung festmachen kann, anstatt den Blick nach vorne zu richten. Denn mit Besorgnis muss ich feststellen, dass wir uns in Balve offensichtlich mehr und mehr darauf konzentrieren, uns gegenseitig Schuld zuzuweisen und anzufeinden, anstatt Geschlossenheit zu demonstrieren und gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Es geht uns vielleicht im Augenblick besser, wenn wir mal Dampf ablassen und einen Schuldigen auserkoren haben - das Krankenhaus retten wir hierdurch aber nicht.

Zur Sache: Der am vergangenen Samstag in der WP veröffentlichte Presseartikel der CDU ist zu einem denkbar unglücklichen Datum erschienen und war zudem noch missverständlich formuliert. Dies bedauert die CDU sehr.  Aber mal ernsthaft: Glaubt denn hier in Balve wirklich jemand, dass sich auch nur ein Fraktionsmitglied der CDU oder ein Vertreter des Kirchenvorstandes in Balve für die Schließung des Krankenhauses aussprechen würde?!? Ganz im Gegenteil - Sie können sich sicher sein, dass im Hintergrund zahlreiche Aktivitäten laufen, um einen Fortbestand des Balver Krankenhauses (in welcher Form auch immer) zu ermöglichen. Allerdings möchte ich auch um Verständnis dafür bitten, dass diese Aktivitäten vertraulich und diplomatisch ablaufen müssen. Deshalb bringen uns weder lautstarke Parolen noch öffentliche Schuldzuweisungen weiter.

Im Übrigen muss doch jedem klar sein, dass Verhandlungen mit etwaigen neuen Gesellschaftern oder Interessenten nur von dem jetzigen Träger geführt werden können. Wir als politische Partei können hier zwar unsere Unterstützung anbieten (und haben dies selbstverständlich auch getan, ebenso wie das Team Wirtschaft), aber wir, sowie alle anderen politischen Parteien und Interessensgemeinschaften, sind nicht Gesellschafter und somit auch nicht entscheidungsberechtigt.

Und eins muss doch auch jedem einleuchten: Das Krankenhaus kann dauerhaft nur bestehen, wenn es profitabel geführt wird. Denn wer sollte in der Lage sein, dem Krankenhaus dauerhaft mit zum Teil millionenschweren Finanzspritzen unter die Arme zu greifen? Dies werden weder die Stadt, noch die Balver Unternehmen noch die Initiative St.-Marien-Hospital Balve stemmen können. Deshalb benötigen wir einen Partner, der die nötige Erfahrung, die Fachkompetenz und die richtigen Ideen mitbringt, um das Balver Krankenhaus dauerhaft profitabel zu führen. Wir müssen aber auch die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass es diesen Partner vielleicht nicht geben wird. Und in diesem Fall wird vermutlich niemand von uns in der Lage sein das Balver Krankenhaus zu retten - so schmerzlich diese Vorstellung auch ist.

Zu guter Letzt möchte ich noch meine Verwunderung über die Aussage zum Ausdruck bringen, CDU und Kirchenvorstand würden nur untätig zusehen. Wer dies behauptet, der sollte sich insbesondere mal mit den Herren vom Kirchenvorstand unterhalten. Diese Herren sind nämlich mit einem enorm hohen persönlichen Einsatz (ehrenamtlich !) für den Fortbestand des Balver Krankenhauses tätig. Und hierfür sollten wir an dieser Stelle mal unseren ausdrücklichen Dank aussprechen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Kräfte, die sich - im Verborgenen - für den Erhalt des Krankenhauses engagieren. Hier ist zum Beispiel eine Unternehmerfamilie aus Balve zu nennen, die das Alternativgutachten durch die Fa. Lean Kultur angestoßen und die weitere Entwicklung sowohl finanziell als auch personell in einer außergewöhnlich großzügigen Art und Weise unterstützt hat. Auch hierfür ein herzliches Dankeschön.

Befremdlich wirkt auf mich, dass sich gerade Herr Stüeken von der UWG über die Untätigkeit der CDU beschwert. Ich jedenfalls kann mich nicht daran erinnern, dass eine der anderen Partein in dieser Angelegenheit überhaupt schonmal eine Aktivität gestartet oder eine klare Position zum Erhalt des Balver Krankenhauses bezogen hätte. Ganz im Gegenteil: die UWG um Heinrich Stüeken hat sich in der Ratssitzung vom 14. Dezember nur nach großem Zögern für die von der CDU vorgeschlagene Resolution zum Erhalt des Balver Krankenhauses entschließen können. Aber wie heißt es doch so schön: " Wer nichts tut, der macht auch keine Fehler!"

Tobias Müller, CDU - Ratsmitglied


Am vergangenen Donnerstag hat unser CDU Stadtverband zur einer weiteren Veranstaltung der Reihe "CDU vor Ort" eingeladen und die Kläranlage des Ruhrverbands besichtigt. 14 Millionen D-Mark wurden in die im Jahre 1999 errichtete Anlage in Balve investiert. Damit hat der Ruhrverband nicht nur Kapazitäten für rund 17.500 Einwohner geschaffen, sondern auch einen Lückenschluss im wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzept des Hönnetals erreicht.

Begonnen mit dem Abwasserhebewerk, über den Rechen bis hin zum Belebungsbecken, ist die Kläranlage in Balve auf ihrer 4,0 Hektar großen Fläche grundsolide aufgestellt. Es ist eine Anlage mittlerer Größe des Ruhrverbands, der rund 100 Kläranlagen entlang der Ruhr betreibt. Die Anlage verfügt über alle Möglichkeiten, die nach heutigen Standards verlangt werden, betont Dr. Klaus Kruse, der die Besuchergruppe durch die einzelnen Stationen der Wasseraufbereitungsanlage führte. Ein hoher Qualitätsstandard ist auch vor dem Hintergrund unangekündigter Kontrollen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUF) erforderlich, die zwölfmal jährlich erfolgen. "Wir machen das Wasser hier wieder schön", so Schüttler als Betreuer der Kläranlage in Balve und Binolen. 

 Wir freuen uns, das so viele interessierte Bürgerinnen und Bürger unserer Einladung gefolgt sind.

Nach nochmaliger Diskussion und neu gewonnener Erkenntnisse stimmt die CDU-Fraktion der zusätzlichen Aufwandsentschädigung für die Ausschussvorsitzenden der Ausschüsse („Schule, Kultur, Soziales, Sport“, „Betriebsausschuss“, „Umwelt, Planung, Bau“) zu. Diese Zustimmung basiert ausschließlich auf der rechtlichen Unsicherheit in dieser Frage. Da die von der Landesregierung vorgegebene Anpassung aber nach Meinung der CDU-Fraktion in Balve in keinem Verhältnis zu dem tatsächlichen Aufwand eines Ausschussvorsitzenden steht, werden die beiden Ausschussvorsitzenden Jörg Roland und Johannes Schulte das zusätzliche Geld für Ausschussvorsitzende an Vereine im Stadtgebiet spenden. 

 1kDie Sitzung des SKSS-Ausschusses (Schule, Kultur, Soziales und Sport) fand am vergangenen Mittwoch auf Initiative des Ausschussvorsitzenden Johannes Schulte in der Städt. Bücherei Balve statt.

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