Informationen zur Sekundarschule

Grote Guido Wahl300

Roland Jörg150

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zum kommenden Schuljahr 2013/2014 eröffnet sich für die Stadt Balve die einmalige Chance, ein trag- und zukunftsfähiges schulpolitisches Konzept mit der Errichtung der Sekundarschule nach dem kooperativen Modell zu verwirklichen.

Entgegen der eindringlichen Bitte der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg ist es allerdings nicht gelungen, einen politischen Konsens aller politischen Parteien vor Ort zu erzielen, da die UWG bedauerlicherweise und verantwortungslos an ihrer Blockadepolitik festhält. Trotzdem hat der Rat der Stadt Balve in seiner letzten Sitzung mit überwältigender Mehrheit von CDU und SPD  für die Einrichtung einer kooperativen Sekundarschule gestimmt.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, Ihnen nachfolgend noch einmal unsere wesentlichen Beweggründe und Argumente für diese neue Schulform darzulegen:

1. Die Hauptschule wird seit Beginn des jetzigen Schuljahres nur noch einzügig geführt, würde so in den nächsten Jahren von der Bezirksregierung geschlossen und ist folglich nicht überlebensfähig.

2. Die Realschule wird ebenfalls aufgrund des dramatischen demographischen Wandels und damit einhergehenden deutlich sinkenden Schülerzahlen spätestens ab dem Schuljahr 2017/2018 erhebliche Probleme haben, die geforderte Mindestschülerzahl zu erreichen. Eine Schließung dieser Schule ist also ebenfalls nur eine Frage der Zeit; von eingeschränkter Differenzierungs- und Angebotsmöglichkeiten bei sinkender Schülerzahl mal ganz abgesehen!

3. Die Stadt Balve läuft damit Gefahr, mittel- bis langfristig ihr Schulzentrum vollständig zu verlieren.

4. Die Sekundarschule nach dem kooperativen Modell bietet die große Chance, die hervorragenden Qualitäten von Haupt- und Realschule in einer Schulform zu verbinden; sie ist damit sehr eng an das bisherige zweigliedrige Schulsystem angelehnt. Seit Jahren bewährte und erfolgreiche Unterrichtsmodelle beider Schulen werden in nahezu unveränderter Form übernommen und konsequent fortgeführt.

5. Das kooperative Modell erlaubt mit einer klar gewollten Unterteilung in eine Grund- (Lehren und Lernen nach Hauptschulstandard) und Erweiterungsebene (Realschulstandard) weiterhin das differenzierte und somit auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des einzelnen Schülers ausgelegte Lernen. Diese Unterteilung ist bei alleiniger Weiterführung der Realschule nicht möglich - im Gegenteil: Die Kinder mit Hauptschulempfehlung müssen von der Realschule aufgenommen werden, die Realschule hat keine andere Möglichkeit, diese Schüler auf die einzelnen Klassen zu verteilen. Mit dieser klaren Unterscheidung grenzt sich das kooperative Modell darüberhinaus deutlich von den Konzepten bestehender Gesamt- und Gemeinschaftsschulen ab.

6. Das vorliegende pädagogische Konzept ist von zahlreichen Vertretern der Lehrerkollegien von Haupt- und Realschule erarbeitet worden; es garantiert damit, dass sich in diesem Konzept die bisherigen Schulformen deutlichst mit ihren Stärken wiederfinden.

7. Eine Genehmigung für die Sekundarschule nach dem kooperativen Modell wird seitens der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg auch nach Rücksprache mit dem Schulministerium in Düsseldorf mit Blick auf die deutlich sinkenden Schülerzahlen nur noch in diesem Jahr erteilt; damit ergibt sich für die Stadt Balve jetzt zwingend Handlungsbedarf und eine einmalige Chance.

8. Die Balver Wirtschaft unterstützt - wie aus mehreren Stellungnahmen in der heimischen Presse zu entnehmen - das vorgestellte Modell der kooperativen Sekundarschule nachdrücklich und hält es für den einzig realistische Alternative, den Schulstandort Balve langfristig zu sichern. Die neue Schulform bietet die beste Möglichkeit, die bereits bestehenden Kooperationen zwischen Wirtschaft und Schule vor Ort erfolgreich weiterzuführen. Sie bietet damit den Unternehmen weiterhin die beste Voraussetzung dafür, in der Stadt Balve weiterhin sehr gut ausgebildeten Nachwuchs für Handwerk und Industrie zu erhalten. Wir müssen vor Ort ein Angebot für alle Schülerinnen und Schüler erhalten.

9. Die CDU Balve möchte den Eltern mit der Sekundarschule nach dem kooperativen Modell ein zukunftsfähiges und qualitativ hochwertiges Angebot unterbreiten; das Modell stellt sich ausdrücklich nicht gegen die bestehenden Schulformen, sondern es steht für die Verbindung von Haupt- und Realschule mit hoher Qualität unter einem Dach. Die Eltern haben im Rahmen der bevorstehenden Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen damit ausdrücklich eine weitere Wahlmöglichkeit. Der Elternwille entscheidet damit zu Beginn des nächsten Jahres über die mögliche Einführung der kooperativen Sekundarschule.

Jörg Roland                                              
Leiter CDU-Arbeitskreis Schule

Guido Grote
Vorsitzender CDU-Stadtverband Balve