Stellungnahme zu den Leserbriefen von Heinrich Stüeken (UWG)

Schulte Johannes300Antwort des CDU Fraktionsvorsitzenden Johannes Schulte auf den Leserbrief vom 27.09.2012 "Sekundarschule: Ist das zu rechtfertigen?"

Aussage Heinrich Stüeken:
"Einen Großteil der durchaus leistungsfähigen Hauptschüler könnte auch an der Realschule einen Hauptschul- oder Realschulabschluss erreichen"

1.)    Sie schicken Ihre Kinder auf andere Schulen in anderen Städten, was zur Folge hat, dass die heimische Wirtschaft den "Zugriff" auf dieses, für Balve wichtige Potenzial, verliert.

2.)    Sie schicken Ihre Kinder zur Realschule. Die Realschule muss diese Schüler annehmen. Das Realschulniveau wird unter diesen Voraussetzungen extrem leiden, da Leistungsdifferenzierung wie bei der Sekundarschule nach dem kooperativen Modell  nicht möglich ist. Die lernschwächeren Schüler werden in den Klassen nach Realschul-Lehrplänen unterrichtet. Überforderung und Unterforderung sorgen für einen extremen Qualitätsverlust, den sich die Eltern nicht lange bieten lassen werden. Abwanderung der Realschulkinder wäre die Folge.

Aussage Heinrich Stüeken:
"In Balve eine Realschule und eine Sekundarschule in Neuenrade, das wäre ein optimales, differenziertes Schulangebot für das obere Hönnetal"

"Es sind noch Fragen offen" Leserbrief vom 03.10.2012

Aussage Heinrich Stüeken:
"Warum ist, obwohl geladen, kein Vertreter der Bezirksregierung erschienen?"

Unser Bürgermeister hat dies auf der Elterninfomationsveranstaltung auch einleitend
explizit erwähnt.

Was will uns Herr Stüeken mit dieser Frage sagen? Will er weiter Verunsicherung schüren?
Wurde er nicht von seinem Vorgesetzten Lorenz Schnadt (Fraktionsvorsitzender UWG) über die eindeutige Empfehlung der Bezirksregierung bei der interfraktionellen Runde am 10.07.2012 mit dem glasklaren Votum pro Sekundarschule informiert?
Wir bedauern die Absage der Bezirksregierung auch; hieraus aber ein Komplott zu vermuten, ist doch sehr abenteuerlich und bedarf einer ausgeprägten Phantasie!

Aussage Heinrich Stüeken:
"das kooperative Modell macht doch nur Sinn, wenn gleichstarke Partner oder eine starke Hauptschule und eine schwächelnde Realschule zusammengeführt werden."

Was hat die Einführung der kooperativen Sekundarschule mit den Stärken der jeweiligen Schulen zu tun?

Es geht hierbei doch einzig und allein darum, ob man eine Schulform wählt, die sich in den Grundsätzen einer Gesamtschule ähnelt (wie bei integrativer oder teilintegrativer Form), oder ob man ein weiterhin auf das - in Balve bewährte - mehrgliedrige Schulsystem setzt. Wir haben zwei hervorragende Schulen, die 1:1 in eine neue Schulform überführt werden. Haupt- und Realschule finden sich in der neuen kooperativen Sekundarschule komplett wieder. Leistungsdifferenzierung und Förderung der Schülerinnen und Schüler gemäß ihrer Talente und Neigungen; darauf kommt es der CDU-Balve an!

Aussage Heinrich Stüeken:
"Die beabsichtigte kooperative Sekundarschule kann auf Dauer keinen Bestand haben, denn es fehlen ihr in der Grundebene die Schüler."

Mein Fazit:
Leider muss ich feststellen, dass Heinrich Stüeken in der Schulpolitik ahnungslos, konzeptlos und naiv argumentiert!

Das alles wäre vielleicht sogar noch verständlich, wenn ihm die Informationen fehlen würden. Da er die Zahlen und Fakten sehr wohl kennt, muss er sich die Frage gefallen lassen, ob er unser Schulzentrum sehenden Auges in die Versenkung schicken will?
Für mich trägt Herr Stüeken mit seinem Verhalten  massiv dazu bei, einen immens wichtigen Standortfaktor unserer Stadt aufs Spiel zu setzen, indem er die Eltern unserer Kinder extrem verunsichert!

Kommunalpolitische Verantwortung für unsere Stadt sieht anders aus Herr Stüeken!