CDU für zukunftsfähiges Schulzentrum

Schulte Johannes Wahl 300

Die CDU-Balve beschäftigt sich schon sehr lange mit der Zukunft des Schulzentrums. Wir haben in den letzten Jahren immer wieder durch Gespräche die inhaltliche und vor allem die bauliche Entwicklung des Schulzentrums vorangetrieben, um es sicher für die Zukunft zu machen und allen Kindern in Balve die Möglichkeit des Schulbesuchs zu ermöglichen.

Wenn nicht genügend Kinder für eine Sekundarschule, wie von der UWG behauptet, da sein sollten, dann wird dies leider auch für die Realschule zutreffen. Damit läuft das Argument der UWG an dieser Stelle ins Leere. Genauso verhält es sich mit dem Argument, dass viele Kinder Balve verlassen werden. Wieso sollten sie das tun? Es wird weiterhin eine sehr gute, weiterführende Schule in Balve geben. Ganz im Gegenteil: Wir wollen uns von den Nachbarstädten absetzen, die keine Differenzierung in der Gemeinschaftsschule und der Gesamtschule anbieten, wie es mit dem kooperativen Modell der Sekundarschule möglich ist. Denn genau das ist Ziel der CDU, das Schulzentrum zukunfts- und demografiefest zu machen, um sicher planen zu können und nicht in wenigen Jahren wieder die gleiche Diskussion führen zu müssen.

Um an dieser Stelle vielleicht ein wenig zur Aufklärung beizutragen und das Konzept der Sekundarschule kurz zu erläutern, sei Folgendes genannt: Es sind im Prinzip zwei Schulen, einen Hauptschul- und einen Realschulzweig, unter einem Dach. Bis zur Klasse sechs wird gemeinsam unterrichtet und danach wird nach den Neigungen und Stärken differenziert.

Grote Guido Wahl300

Aus Sicht der CDU sollten so wenige potentielle Kinder für das Balver Schulzentrum wie möglich fahren. Es darf kein Kind verloren gehen. Alle Eltern, die möchten, dass ihre Kinder in Balve zur Schule gehen, sollten daher auch die Möglichkeit haben. Die CDU ist der Überzeugung, dass eben dies der Wunsch der Eltern ist und hat sich daher für das kooperative Modell entschieden. Aus diesem Grund möchte die CDU keine "Kinderverschickung", wie es die UWG vorschlägt, egal wie viele es sind.

Den Unterschied zwischen der Gemeinschaftsschule und der Sekundarschule, wie von der CDU in Balve nach kooperativem Modell geplant, scheint die UWG nicht erkannt zu haben, wie das hantieren mit falschen Begrifflichkeiten zeigt. Dies zeigt einmal mehr die Unwissenheit und das kurzfristige Denken. Es ist falsch, dass die Bezirksregierung sich bereits festgelegt hat. Es ist falsch, dass ein Drittel der Balver Hauptschüler den Qualifikationsvermerk für die Realschule hat. Umso mehr verwundert es, dass die UWG sich nun hinstellt und sich als der Heilsbringer verkauft, hat sie doch im November 2011 der Einrichtung einer Sekundarschule zugestimmt.
 
Die UWG möchte die Hauptschule schließen und damit den Kindern keine Zukunft geben. Es ist aus christlicher Sicht nicht der Politikansatz der CDU, die Menschen zurück zu lassen. Die CDU hingegen möchten eben dies verhindern und das pädagogische Konzept der Realschule weitestgehend in die neue Sekundarschule übernehmen, damit die guten Entwicklungen z. B. der Lern AG fortgeführt werden können. Dazu bietet das kooperative Modell genau die richtigen Instrumente an, so dass alle Kinder bis zur 10. Klasse in Balve zur Schule gehen und alle Abschlüsse wie bisher erreichen können. Wir dürfen kein Kind in Balve auf der Strecke lassen.

Aus diesem Grund hat die CDU bereits vor Wochen für den 26. April die Schulpflegschaften, Kollegien, Schulleitungen, und alle Interessierte eingeladen, ab 17 Uhr ins Rathaus zu kommen, um sich von Klaus Kaiser aus erster Hand informieren zu lassen. Klaus Kaiser ist einer der führenden Schulpolitiker in NRW und einer der Autoren des neuen Schulgesetzes, in dem die Sekundarschule als Schulform in NRW im letzten Jahr eingeführt wurde.

Abschließend seien noch ein paar Worte über die Einseitigkeit der Berichterstattung gestattet. Es wundert uns schon sehr, wie der UWG exklusiv Raum gegeben wird, ihre Überlegungen zu veröffentlichen. Dies wäre nicht weiter schlimm, wenn die Berichterstattung ausgewogen wäre bzw. gleichberechtigt erfolgen würde. Bisher sind den anderen Parteien ähnliche Möglichkeiten verwehrt geblieben. Das hat mit objektivem Journalismus nichts mehr zu tun. Die Bürger erkennen dies und sind immer mehr über den vorverurteilenden und reißerischen Stil verwundert.