Brief an die CDU Mitglieder zur Situation des Schulzentrums

Sehr geehrte Damen und Herren,

erneut wenden wir uns mit einem Mitgliederschreiben an Sie. Auf das letzte Schreiben haben wir sehr viel positive Resonanz erhalten. Dies hat uns darin bekräftig, Sie in regelmäßigen Abständen zu richtungweisenden Themen, die unsere Heimatstadt betreffen, zu informieren.

Bevor wir jedoch auf den eigentlichen Grund dieses Briefes bekommen, erlauben wir uns, auf die Ereignisse der letzten Woche kurz einzugehen. In Düsseldorf stehen Neuwahlen an. Die Minderheitsregierung in NRW hat die Abstimmung zum Haushalt verloren. Auf Antrag der CDU-Landtagsfraktion hat sich noch am gleichen Tag der Abstimmung der Landtag aufgelöst. Der Wahltermin ist für Sonntag, den 13. Mai 2012 festgelegt worden. Unser heimischer Landtagsabgeordneter, Wolfgang Exler, ist bereit, sich erneut um ein Mandat zu bewerben. Die Balver CDU-Ratsfraktion sowie der CDU-Stadtverband begrüßen diese Entscheidung und sichern Wolfgang Exler die volle Unterstützung im Wahlkampf zu. Rein formell muss Wolfgang Exler als offizieller Kandidat der CDU im Wahlbezirk 122 (Balve, Hemer, Menden, Neuenrade, Plettenberg) noch gewählt werden. Da bis zur Landtagswahl am Muttertag nur noch rd. 60 Tage ins Land gehen, findet sehr kurzfristig der Nominierungsparteitag statt. Bereits am kommenden Donnerstag, 22.03.2012, findet die Nominerung um 19:30 Uhr im Kaisergarten in Neuenrade statt. Alle Parteimitglieder sind herzlich dazu eingeladen, den Direktkandidaten der CDU mit zu wählen. Bitte nehmen Sie hiervon zahlreich Gebrauch und unterstützen Sie Wolfgang Exler.

Kommen wir nun zum eigentlichen Grund unseres Mitgliederschreibens. Die demographische Entwicklung macht auch vor der Balver Schullandschaft keinen Halt. Die immer geringer werdenden Geburtenzahlen bedrohen den Erhalt unseres Schulzentrums in seiner derzeitigen Form. Die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr unserer Hauptschule sind stark zurückgegangen. Nur noch eine Klasse wird für das Schuljahr 2012/2013 eingerichtet. Die Hauptschule ist daher nur mit Sondergenehmigung, welche jedes Jahr neu beantragt werden muss, überlebensfähig. Aufgrund der geringer werdenden Schülerzahlen der Hauptschule wird sukzessive Lehrerpersonal abgezogen. Qualitätsverlust ist die Folge. Hinzu kommt, dass wegen der sinkenden Schülerzahl keine Differenzierung mehr möglich ist und auch Arbeitsgemeinschaften können nicht mehr oder nur noch eingeschränkt angeboten werden. Dies haben wir frühzeitig erkannt und unser CDU-Arbeitskreis Schule hat sich in vielen Sitzungen mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt. Mit Schulexperten der CDU-Landtagsfraktion, der TU Dortmund sowie der Bezirksregierung Arnsberg wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert. An den Sitzungen des Arbeitskreises nahmen auch immer die Schulleitungen von Realschule und Hauptschule teil. Sie waren stets in unsere Überlegungen mit eingebunden. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Balve hat sich für eine neue Schulform ab dem Schuljahr 2013/2014 ausgesprochen. Wichtig ist uns, dass die Qualitäten von Real- und Hauptschule auch weiterhin im Schulzentrum erhalten bleiben. Die CDU-Fraktion spricht sich für die kooperative Organisationsform der Sekundarschule aus. In dieser Form finden sich die Stärken und die hohe Qualität beider bisherigen Schulformen am ehesten wieder. Ein Höchstmaß an Bildungsqualität wird so unter dem Dach des Schulzentrums gebündelt. Mit diesem Modell hat Balve auch ein Alleinstellungsmerkmal. Es werden zwar viele Sekundarschulen und Gesamtschulen neu eingeführt, von dem kooperativen Modell gibt es aber nur sehr wenige auf der Schullandschaftskarte. Besonders in unserer Umgebung wäre Balve die bislang einzige Kommune, die diese neue Organisationsform in ihrem Schulzentrum anbietet.

Anhand von einigen Stichpunkten erläutern wir Ihnen das neue Modell:

Erste Zusammenkünfte mit Elternvertretern der aktuellen dritten Klassen, Vertretern der Fördervereine und Kollegien der Grundschulen sind bereits terminiert und organisiert. Sie sollen über das neue Konzept informiert werden. Das vorzubereitende Konzept lebt von der Mitarbeit und dem Engagement aller Beteiligten. Nur auf dieser Grundlage kann das Konzept mit Leben gefüllt werden.

Uns ist es wichtig, dass Sie über die grundlegenden Veränderungen Bescheid wissen. Da dies offensichtlich durch die Berichterstattung der Presse nicht gegeben ist, wählen wir erneut diesen Weg, Sie zu informieren und an unseren Entscheidungen teil zu haben.

Sollten Sie Fragen zu diesem komplexen Thema haben, scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen.

Herzliche Grüße senden

Johannes Schulte                            
CDU-Fraktion

Guido Grote
CDU-Stadtverband