CDU-Fraktion informiert sich über Kampagne „Auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt“

2012-03-05 CDU Fraktionssitzung Fair Trade500

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres hatten Mitglieder des Kolpingforums Balve und der Dritte-Welt-Gruppe Balve Kontakt zur CDU-Fraktionsspitze aufgenommen. Während der letzten Fraktionssitzung im Sitzungssaal des Rathauses wurde nun das Konzept „Auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt“ den Lokalpolitikern vorgestellt. Seit nunmehr über 30 Jahren werden in Balve Anstrengungen unternommen, den Gedanken des „Fairen Handels“ in die Gesellschaft zu transportieren. Das Fairtrade-Siegel steht für hochwertige und schmackhafte Produkte aus den Regionen des Südens, die nach sozialen Kriterien fair gehandelt und möglichst umweltschonend produziert werden.

Ziel des Besuchs in der CDU-Fraktion war es, die Kriterien, die zur Erlangung des Siegels „Fairtrade-Stadt“ führen, zu erläutern. So ist beispielsweise ein Ratsbeschluss notwendig, der festlegt, dass bei städtischen Veranstaltungen etwa fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt wird. Auch eine Steuerungsgruppe, die aus Mitgliedern der Politik, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft besteht, ist ein Kriterium, das erfüllt sein muss. Ferner muss die Verfügbarkeit von Fairtrade Produkten im Einzelhandel und in der Gastronomie gesichert sein. Dies wird eine Aufgabe der Steuerungsgruppe sein, sich um eben diese Verfügbarkeit zu kümmern und zu erweitern. Derzeit bieten in Deutschland über 100 Lizenznehmer rund 750 Fairtrade-gesiegelte Produkte an. Sie sind in über 27.000 Supermärkten sowie in allen Weltläden erhältlich. Darüber hinaus schenken viele Gastronomen fair gehandelten Kaffee und mehr aus. Erste Erfolge können auch in Balve schon aufgezeigt werden. So gibt es bereits diverse Produkte im Markant-Markt am Drostenplatz und im Weinhaus Schmitz zu kaufen. Die nächstgelegene Stadt, die mit der Urkunde und dem Siegel ausgezeichnet wurde, ist Attendorn. Bestrebungen gibt es bereits auch in Arnsberg.

Über sieben Millionen Kleinbauern und Arbeiter mit ihren Familien in 59 Ländern in Lateinamerika, Asien und Afrika profitieren bereits vom Fairen Handel. Fairtrade baut eine Brücke zwischen den Produzenten in den Entwicklungsländern und den Konsumenten in Europa, und trägt so Schritt für Schritt zu mehr Gleichgewicht zwischen Nord und Süd bei. Die Christdemokraten gehen nun mit den neu gewonnenen Informationen in die Beratung und werden die Kampagne wohlwollend prüfen und auf einer ihrer nächsten Sitzungen darüber befinden.