UWG verunsichert durch ihre Konzeptlosigkeit die Eltern und Schulen in Balve

Schulte Johannes300

Zur gestrigen Sitzung des Ausschusses Schule, Kultur, Soziales und Sport der Stadt Balve erklärt der Vorsitzende der CDU Fraktion, Johannes Schulte:

Folgende Aussagen der UWG stoßen bei uns auf große Verwunderung und noch größeres Unverständnis:

1. Die UWG bewertet die Planungen der CDU zur kooperativen Form der Sekundarschule als Farce

Eine Farce ist es, inwieweit die UWG an der Entwicklung unseres Schulzentrums mitarbeitet, wenn man überhaupt von Mitarbeit reden kann. Kurz nachdem die CDU-Balve den erweiterten Antrag (siehe obige Ausschusssitzung) an den Ausschussvorsitzenden Lorenz Schnadt (Fraktionsvorsitzender der UWG) gestellt hat, die Bildung der Sekundarschule nach dem kooperativen Modell zu errichten, setzt bei eben jener UWG hektische Betriebsamkeit ein. Wir sind davon überzeugt, dass die UWG sich weder zu den Organisationsformen der Sekundarschule informiert hat, noch die Tragweite Ihres "Konzeptes" einschätzen kann.

2. Die UWG sieht einen Geburtsfehler in der Anmeldezahl von 75 Schülern pro Eingangsklasse

Die demografische Entwicklung wird auch bei dieser Thematik, wie bei den Grundschulen auch, für einen Umdenkungsprozess sorgen. Wie sonst ist es zu erklären, dass es trotz anderslautender Gesetzgebung immer noch unzählige einzügige und eigenständige Grundschulen gibt.  Die Gemeinschaftsschule in Neuenrade hat derzeit 69 Anmeldungen. Wer will daran zweifeln, dass hier eine Genehmigung erteilt wird.
Wir sehen in dieser Thematik derzeit weder einen Geburtsfehler noch ein Problem.

3. Die UWG will die Haupt- und Realschule weiterführen

Die UWG hat der Errichtung einer Sekundarschule in der Sitzung des Ausschusses "Schule, Kultur, Soziales, Sport" am 30.11.2011 vorbehaltlos zugestimmt (einstimmiger Beschluss des CDU-Antrages).

Die Hauptschule wird im nächsten Schuljahr aufgrund der Einzügigkeit geschlossen werden. Damit wird laut Konzept der UWG in Balve für die Schülerinnen und Schüler mit einer Hauptschulempfehlung keine entsprechende Schulform mehr angeboten. Der UWG sind diese Schüler egal. Diese werden dann einfach in andere Städte abgeschoben!
Die CDU will eine weiterführende Schule anbieten, in der sich alle Schülerinnen und Schüler weiterentwickeln können. Sollten die Kinder mit Hauptschulempfehlung auf eine Realschule wechseln, müssten diese nach Lehrplänen der Realschule unterrichtet werden. Eine Überforderung wäre die Folge. Ferner würde die Bildungsqualität massiv leiden.
Die Sekundarschule nach kooperativem Modell bietet eine Organisationsform, in der die Schüler nach Ihren Neigungen, Interessen und Bildungsniveau entsprechend gefördert werden. Die Schüler können selbstverständlich innerhalb dieser Differenzierung wechseln, eine Durchlässigkeit ist somit absolut gegeben. Auf der neuen Sekundarschule können alle Schulabschlüsse erreicht werden wie bisher auch! Wir übertragen den größtmöglichen Teil unseres bisherigen Schulzentrums in die neue Sekundarschule

4. Die UWG weiß die Schulleitungen auf Ihrer Seite

Die CDU zweifelt diese Aussage an! Die CDU geht vielmehr davon aus, dass mit den Schulleitungen nicht gesprochen wurde.
Die UWG suggeriert, dass sowohl die Haupt- als auch die Realschule in ihre Überlegungen mit einbezogen wurden! Hier soll die Öffentlichkeit bewusst getäuscht und manipuliert werden. Diese Verhaltensweise verurteilt die CDU aufs Schärfste!

Wir haben die Schulleitungen in all unseren Planungen einbezogen. Sie wurden zu allen Sitzungen eingeladen. Die CDU hat mit den Schulleitungen sowie mit verschiedenen Referenten die Möglichkeiten unseres Schulzentrums erörtert. Wir sind sicher, dass wir ein attraktives, qualitativ hochwertiges Schulzentrum für alle Balver Kinder mit unserem Konzept anbieten können.

Wir wollen alle Beteiligten in den weiteren Prozess einbinden. Schüler, Eltern, Schulleitungen, Lehrerkollegien sowie der Schulträger sollen mittels eines stimmigen schulpädagogischen Konzeptes die Sekundarschule mit Leben füllen.

Die Tatsache, dass in den Lehrerkollegien große Bereitschaft besteht, mitzuarbeiten, nehmen wir mit großem Wohlwollen zur Kenntnis!